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Coraline

Coraline

Ich lese sehr gerne & wollte mir eine Möglichkeit erschaffen das Gelesene fest zu halten. Eigentlich lese ich kreuz und quer aber hauptsächlich Jugendbücher & Fantasy, gerne aber auch mal moderne Literatur. Das Ganze hier ist eher für mich selbst gedacht, sollte es aber Leute dort draußen geben, die sich aus irgendeinem Grund für das was ich lese interessieren, habe ich rein gar nichts dagegen.

Ich lese gerade

Ein seltsamer Ort zum Sterben
Derek B. Miller
Bereits gelesen: 90/393 pages

So große Erwartungen, so große Enttäuschungen..

Das Labyrinth der Träumenden Bücher - Walter Moers

Die Stadt der träumenden Bücher habe ich verschlungen und wollte am liebsten gar nicht mehr aufhören zu lesen. Umso größer war die Freude als die Fortsetzung herauskam.

Ich habe mich wahnsinnig gefreut, wieder die verrückten Illustrationen auf fast jeder Seite, die wahnwitzigen Ideen von Moers und einfach ein Wiedereintauchen in die Geschichte, die ich so sehr gemocht habe.

 

Umso mehr war ich enttäuscht als ich erstmal ein paar Seiten gelesen hatte.

Es beginnt damit das Hildegunst von Mythenmetz etwa 200 Jahre nach der Stadt der träumenden Bücher zu einem großen Autor aufgestiegen ist, der abgehoben und arrogant auf der Lindwurmfeste zurück gezogen lebt, bis er eines Tages aus dem Berg Fanpost einen Brief zieht der aus Buchhaim stammt, vermutlich vom Schattenkönig persönlich. (Der jedoch verbrannt ist...) Vor lauter Schreck macht er sich auf den erneuten Weg nach Buchhaim um dem Ganzen nachzugehen.

 

So schön es auch beginnt, verläuft es sich ziemlich schnell im Sande. Es folgen unendlich lange Beschreibungen des wiederaufgebauten Buchhaim und irgendwie kommt einfach kein roter Faden heraus, der einen auch nur irgendeinen Handlungsstrang erahnen lässt. Mein persönlicher Tiefpunkt kam als Moers in bestimmt 20-30 Seiten nochmal die komplette Geschichte der Stadt der träumenden Bücher in allen Einzelheiten Revue passieren lässt. Danach folgen unendlich lange Beschreibungen der Geschichte des Puppetismus und man fragt sich langsam wo das denn alles hinführen soll. Letztlich in den letzten 20 Seiten wird man endlich konkreter und es wird deutlich spannender und dann...

Nunja, letztendlich nichts. Walter Moers lässt einen total im Regen stehen. Da kommt er endlich mal in die richtige Richtung und dann ist das Buch zu Ende. "Hier fängt die Geschichte an". So endet das Buch und man fragt sich wirklich wofür man sich die letzten 100 Seiten um die Ohren geschlagen hat. Es folgt eine Entschuldigung von Moers, wonach er vermutlich Probleme mit dem Abgabetermin hatte und es eine Fortsetzung geben wird.

 

Die jedoch jetzt auch noch auf Oktober 2014 verschoben wurde. Einerseits viiiel zu lange, andererseits gibt es ihm die Möglichkeit wieder etwas richtig großartiges zu schaffen.

 

Ich persönlich liebe Walter Moers und seine Zamonien Romane. Ich möchte das Labyrinth auch nicht schlecht machen, ich fand es einfach ein wenig enttäuschend und kann mir nur erhoffen dass das Schloss der träumenden Bücher im nächsten Herbst wieder an das Niveau von der Stadt der träumenden Bücher rankommen wird.